Mauersegler nisten in eher kleinen, dunklen horizontalen Hohlräumen an Gebäuden und Mauern. Diese bieten Gelegenheit zum direkten Anflug. Meistens sind diese Hohlräume unter Dachziegeln und Dachrinnen, zwischen Dachsparren, in Mauerlücken, unter Fensterbänken oder in und dichten Jalousiekästen zu finden.
Mauersegler sind ihrem Brutplatz sehr treu. Haben sie einmal an einem Ort erfolgreich Junge aufgezogen, kehren sie jedes Jahr wieder ins gleiche Nest zurück, bessern dieses aus und brüten wieder darin. Auch während 6-9 Monaten Winterabwesenheit vergessen sie nicht, bei welchem Haus, unter welchem Ziegel sie genistet haben. Ist ihr Nistplatz verschwunden oder verschlossen, brauchen sie viel Zeit, bis sie diese Stelle aufgeben und nicht mehr anfliegen. Die anschließende Suche nach einem neuen Nistplatz dauert oft die ganze Brutsaison, so dass sie im gleichen Jahr nicht mehr zum Brüten kommen.
Nur wenn Segler genügend Fluggeschwindigkeit haben, sind sie wendige und zielsichere Flieger. Deshalb benötigen Segler hochgelegene Brutplätze, damit sie sich beim Start fallen lassen und sofort Geschwindigkeit gewinnen können. Der Mauersegler ist ein Koloniebrüter. Paare, die auf Nistplatzsuche sind, suchen jeweils in der unmittelbaren Umgebung anderer Paare nach einem eigenen Platz.
Das Nest besteht hauptsächlich aus Halmen, Blättern, Knospenschuppen, Samen, Fasern, Haaren, Federn, Textil- und Papierfetzen. Durch den Speichel der Mauersegler wird das ganze Material zusammen zu einem Nest geformt. Jahr für Jahr wird es weiterbenutzt und ausgebessert. Es befindet sich immer im hintersten Höhleneck, damit es so weit wie möglich vom Höhleneingang weg ist. Der Nestdurchmesser liegt zwischen 9 und 15 cm.
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