Der Mauersegler

Allgemeines

Der Mauersegler findet sich in unseren Breiten gewöhnlich Anfang Mai ein und verlässt uns schon wieder Ende Juli oder im August. Er belebt unseren Himmel mit reißendem Flug und schrillem Sriieee-Schreien; vor allem über unseren Städten. Viele Stunden täglich fliegt (segelt) er durch das Luftreich und fängt währenddessen unzählige Insekten, darunter viele Plagegeister der Menschen.

Mauersegler sind Zugvögel. Den Winter verbringen sie in Afrika. Im Sommer sind sie in unseren Breiten, brüten und ziehen ihre Jungen auf. Seine Nistplätze findet der Mauersegler in Löchern unter dem Dach hoher Häuser, in Türmen und Mauern, sehr selten in Bäumen. Mauersegler haben eine Jahresbrut. Das Gelege besteht aus zwei bis drei Eiern, welche rein weiß sind. Aus diesem Gelege werden im Durchschnitt zwei Junge flügge. Die geringe Nachwuchszahl entspricht seinem verhältnismäßig hohen Lebensalter bis zu 10 und mehr Jahren.

Was macht den Segler so außergewöhnlich?

Mauersegler sind schnelle und wendige Flieger. Den größten Teil ihres Lebens verbringen sie in der Luft. Deshalb zeigt ihr Körperbau auch charakteristische Anpassungen für ein Leben im permanenten Flug. Auffällig sind die langen Flügel, die sich bei sitzenden Vöglen auf den Rücken um 5-8 cm sichelförmig überschneiden. Sie haben sehr kurze Beine, welche auf einer ebenen Unterlage kaum sichtbar sind. Sie landen nur an steilen Wänden, von welchen sie sich zum Start einfach fallen lassen können. Freiwillig landen sie nicht auf dem Boden. Insekten und kleine Spinnen sind ihre Nahrung, die sie im Flug erbeuten. Auch das Nistmaterial wird im Flug gesammelt. Das nötige Wasser schöpfen Mauersegler fliegend aus Flüssen und Seen. In 1000 bis 3000 m Höhe, meist in einer wärmeren Luftschicht, übernachtet der Mauersegler fliegend. Und auch die Paarung findet in der Luft statt.