Ungeeignet für die Unterbringung der Mauersegler sind zum Beispiel Vogelkäfige oder Behältnisse mit Gitter, Weidenkörbe, Holzkisten (zu rauh) und Schuhkartons (zu klein). Die Vögel könnten sich in diesen Behältnissen zu stark verletzen, vor allem ihr Gefieder. Zu beachten ist hier auch, dass Mauersegler hervorragende Kletterer sind und sich somit schnell befreien könnten. Auch zu kleine Behausungen sind ungeeignet.
Geeignete Behausungen für unseren kleinen Freund wären zum Beispiel große Plastikkisten oder -wannen, eine sehr hohe Katzentoilette ohne Deckel (natürlich neu und unbenutzt) oder ein großer Karton. All diese Behältnisse sollten unbedingt hohe Seitenwände haben. Das entsprechende Behältnis wird mit Handtüchern oder Geschirrtüchern ausgelegt, darauf kann man Küchenkrepp legen. So kann die Behausung sehr leicht gereinigt werden. Den Kot bitte immer sofort aus der Behausung entfernen. Schön auch, wenn man dem Vogel eine Art Nest anbieten kann. Diese gibt es im Handel fertig zu kaufen oder man dreht einfach aus Küchenkrepp oder Tüchern eine Art Nest (Ring) oder man legt ein Schälchen mit einem Tuch aus. Um die Verhältnisse einer Höhle nachzuempfinden, sollte ein Tuch die Hälfte der Behausung abdecken. Die Tierklinik Leipzig gab mir allerdings auch den Hinweis, dass Mauersegler immer gern einen freien Blick zum Himmel haben möchten. Die neue Behausung sollte dann an einem ruhigen, trockenen, zugfreien und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort aufgestellt werden. Und bitte achten sie darauf, dass Miezi und Bello keinen Zugang haben.
Für meinen Mauersegler hatte ich zusätzlich eine Wärmflasche in den Karton gelegt. Die Wärmflasche einfach mit warmen Wasser füllen (nicht heiß) und ein Tuch herum legen. Es gibt auch Wärmflaschen mit einer Stoffhülle drum herum. Happy hat sich gern an diese Flasche geschmiegt. Mauersegler liegen auch gern ein wenig erhöht. Dies kann man mit einem kleinen Karton oder einem zusammengefalteten Tuch erreichen. Darauf kann dann ein Tuch und das Ersatznest gelegt werden. Sehr junge Mauersegler 1 bis 20 Tage alt sollten zudem eine permanente Wärmequelle haben. Sie benötigen eine konstante Umgebungstemperatur zwischen 32 und 35 Grad Celsius. Bitte bieten sie dem Vogel eine Ausweichmöglichkeit an, damit er gegebenenfalls der Wärmequelle ausweichen kann und führen sie ihm regelmäßig Flüssigkeit zu. 20-30 Tage alte Mauersegler sollten zumindest in der Nacht eine Wärmequelle erhalten.
Mögliche Wärmequellen:
Glühbirne 40 Watt, 35 cm über dem Tier anbringen
Heizkissen mit mehrstufiger Temperaturregelung
Infrarotdunkelstrahler
Nicht geeignet:
Ultraviolettlampen
Die Mauersegler betreiben regelmäßig von selbst Fluggymnastik. Sie stemmen sich mit gestreckten Flügeln vom Boden oder einer senkrechten Wand ab und dabei schlagen sie mit ihren Flügeln ganz wild und ausdauernd. Für meinen Mauersegler hatte ich aus einem Stück Pappe eine Art schräge Wand mit ganz vielen kleinen Löchern gebaut und diese dann am Schreibtisch fest montiert. An dieser Pappwand konnte er super Halt mit seinen kleinen Füßen finden und so seine Flügel ausbreiten, Flugübungen machen oder einfach mal abhängen (kleiner Scherz). Auch im Nest führen die kleinen Mauersegler Flugübungen durch. Damit stärken sie ihre Muskulatur. Man kann dafür auch den Karton von innen durchlöchern oder ein größeres Loch bohren und hier ein Handtuch innen durchstecken. An diesem Handtuch können dann auch Flugübungen gemacht werden. Bitte achten sie aber darauf, dass der Mauersegler nicht über den Rand segelt. Ihre Flugübungen machen sie auch gern nur auf dem Boden.