Ein ergreifender, glücklicher und trauriger Moment zugleich. Unser kleiner Zögling ist flügge.
Wenn der Vogel ein Gewicht von 40 g (besser noch 45 g) hat und er mehr und mehr mobil wird, vor allen in den Abendstunden, dann ist es soweit. Auch würgt er immer öfter sein Futter wieder hervor oder verweigert es ganz. Sein Federkleid muss voll ausgebildet sein. Die Federspulen (kleine grauweiße Röhrchen, aus denen die Federn wachsen) an den Schwungfedern dürfen nicht mehr sichtbar sein.
Lassen sie den Vogel in den späten Nachmittagsstunden auf einer Wiese mit kurzem Gras frei, möglichst am Fundort. Schön, wenn andere Mauersegler am Himmel kreisen. Das Wetter sollte sonnig sein und die Wetterlage für die nächsten Tage in Deutschland und für die Alpenregion stabil. Das macht den Start für den Mauersegler leichter.
Über die Art der Freilassung gibt es die verschiedensten Informationen. Ich habe ihn einfach gegen den Wind von meinen hoch ausgestreckten Händen fliegen lassen. Es gibt auch den Tipps, mit dem Mauersegler auf eine kleine Anhöhe bzw. Hügel zu gehen. Das wird den Start sicher erleichtern. Sollte er doch noch nicht fliegen wollen, dann warten sie noch und versuchen es am nächsten Tag wieder.
Seien sie nicht all zu traurig, wenn der Mauersegler sofort aus ihrem Blickfeld verschwindet. Sie sind eben schnelle und wendige Flieger. Da bleibt dann nur noch viel Glück zu wünschen?